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Bodenrichtwert Lohne

Grundlagenartikel · Lohne (Oldenburg)

Bodenrichtwerte in Lohne (Oldenburg) verstehen: Zonen, Stichtag und die Faktoren, die den Wert bestimmen

Wer in Lohne (Oldenburg) ein Grundstück besitzt, erbt oder verkaufen möchte, stößt schnell auf den Begriff Bodenrichtwert. Diese Seite erklärt, was dahinter steckt, wer die Werte beschließt, warum es im Stadtgebiet viele unterschiedliche Werte gibt — und wie Sie von der amtlichen Zahl zu einer realistischen Einschätzung Ihres Grundstücks kommen.

Direkt zum Ergebnis: Den amtlichen Bodenrichtwert für Ihre Adresse in Lohne (Oldenburg) zeigt Ihnen unsere kostenlose Bodenrichtwert-Auskunft in etwa einer Minute — kostenlos und sofort als PDF.

Was ein Bodenrichtwert ist — und was er nicht ist

Der Bodenrichtwert ist ein durchschnittlicher Lagewert für den Boden, angegeben in Euro pro Quadratmeter. Er beschreibt eine Zone, nicht ein einzelnes Flurstück, und er bezieht sich immer auf den unbebauten Boden: Ein Haus, ein Stall oder eine Garage darauf bleiben außer Betracht. Rechtsgrundlage sind die §§ 192 bis 196 des Baugesetzbuchs, die Ermittlung folgt der Immobilienwertermittlungsverordnung (ImmoWertV).

Damit ist auch klar, was der Bodenrichtwert nicht ist: kein Kaufpreis, kein Verkehrswert nach § 194 BauGB und kein Wertgutachten. Er ist der amtlich abgesicherte Ausgangspunkt einer Bewertung — belastbar, aber eben ein Ausgangspunkt.

Wer die Werte für Lohne (Oldenburg) beschließt

Zuständig ist nicht die Stadtverwaltung, sondern ein unabhängiges Gremium: der Gutachterausschuss für Grundstückswerte. Für Lohne (Oldenburg) im Landkreis Vechta ist der Gutachterausschuss zuständig, dessen Geschäftsstelle beim Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen (LGLN) angesiedelt ist. Grundlage seiner Arbeit ist die Kaufpreissammlung: Jeder notariell beurkundete Grundstückskaufvertrag geht dort ein und wird ausgewertet.

Aus diesen tatsächlich gezahlten Preisen leitet der Ausschuss die Bodenrichtwerte ab und beschließt sie zum Stichtag 1. Januar. Der Wert stammt also aus echten Verkäufen in der Umgebung, nicht aus einer Angebotsdatenbank und nicht aus einem Online-Schätzmodell.

Warum es viele Zonen und nicht einen Wert gibt

Das Stadtgebiet von Lohne (Oldenburg) ist in Bodenrichtwertzonen unterteilt — Gebiete, die in Lage, Art der Nutzung und Bebauungsmöglichkeiten hinreichend ähnlich sind. Für jede Zone definiert der Ausschuss ein fiktives Richtwertgrundstück mit typischen Merkmalen: Tiefe, Zuschnitt, Erschließungszustand und zulässiges Maß der Bebauung.

Weicht Ihr Grundstück von diesem Richtwertgrundstück ab — deutlich tiefer, schmaler, ein Hinterlandanteil ohne eigene Zufahrt, eine andere Ausnutzbarkeit —, ist der Bodenrichtwert umzurechnen. Genau dieser Schritt ist der Grund, warum der rechnerische Bodenwert eine Orientierung bleibt und ein Sachverständigenblick ihn schärft.

BORIS.NI: wo die Bodenrichtwerte veröffentlicht werden

Die Bodenrichtwerte der niedersächsischen Gutachterausschüsse werden im Bodenrichtwertinformationssystem BORIS.NI veröffentlicht und sind als offene Geodaten abrufbar. Zu jeder Zone gehören dort neben dem Wert in Euro pro Quadratmeter auch Stichtag, Entwicklungszustand und die Art der Nutzung. Unsere Auskunft greift diese Angaben live ab und ordnet sie Ihrem Flurstück zu, dessen amtliche Fläche aus dem Liegenschaftskataster ALKIS kommt — Sie müssen keine Zone selbst suchen und keine Karte deuten.

Wertfaktoren vor Ort: was in Lohne den Unterschied macht

Die Spannweite innerhalb einer Stadt ist erheblich. In Lohne (Oldenburg) wirken vor allem diese Faktoren:

  • Nähe zur Innenstadt. Fußläufige Erreichbarkeit von Geschäften, Schulen und Ärzten schlägt sich in den Wohnlagen der Kernstadt nieder.
  • Art der Nutzung. Wohnbauflächen und gewerbliche Bauflächen folgen getrennten Wertsystematiken. Lohne (Oldenburg) ist ein wirtschaftsstarker Standort mit einem ausgeprägten industriellen Mittelstand, weshalb die Zonen in den Gewerbegebieten eigenständig zu lesen sind und sich nicht mit Wohnlagen vergleichen lassen.
  • Entwicklungszustand. Baureifes Land, Rohbauland, Bauerwartungsland und Flächen der Land- und Forstwirtschaft liegen wertmäßig weit auseinander. In den Neubaugebieten entscheidet der Erschließungszustand mit — und ob Erschließungsbeiträge bereits abgelöst sind.
  • Kernstadt oder Ortsteil. Grundstücke in Brockdorf, Kroge-Ehrendorf, Südlohne oder Märschendorf liegen in eigenen Zonen. Größere Grundstücke bei geringerer Zentralität sind dort die Regel.
  • Zuschnitt und Tiefe. Übertiefe Grundstücke, Hinterland ohne eigene Zufahrt und ungünstige Grenzverläufe mindern die Nutzbarkeit — und damit den Wert je Quadratmeter.

Vom Bodenrichtwert zum realistischen Preis

Die Rechnung ist zunächst einfach: Bodenrichtwert in Euro pro Quadratmeter multipliziert mit der amtlichen Grundstücksfläche ergibt den rechnerischen Bodenwert. Was danach kommt, entscheidet über den Preis: vorhandene Gebäude und ihr Zustand, Baurecht und Ausnutzbarkeit, Rechte und Belastungen im Grundbuch, Sanierungsbedarf sowie die aktuelle Nachfrage im Landkreis Vechta. Bei bebauten Grundstücken kann der Gebäudeanteil den Bodenwert deutlich übersteigen; bei sanierungsbedürftigen Objekten bleibt mitunter im Wesentlichen der Bodenwert.

Deshalb ist die Reihenfolge sinnvoll: erst die amtliche Zahl kennen, dann die Besonderheiten Ihres Grundstücks bewerten.

Bodenrichtwert für Ihre Adresse abfragen

Sie brauchen weder Flurstücksnummer noch Grundbuchauszug: Adresse eingeben genügt. Die Auskunft zeigt Ihr Grundstück im Luftbild mit Katastergrenzen, die amtliche Fläche, den Bodenrichtwert Ihrer Zone samt Stichtag und den rechnerischen Bodenwert. Kostenlos und unverbindlich.

Häufige Fragen zum Bodenrichtwert — etwa der Unterschied zum Verkehrswert oder die Aktualität der Daten — beantworten wir im FAQ auf der Startseite. Alle verwendeten Quellen und Lizenzen finden Sie unter Datengrundlage.